🇵🇪 Peru — Samstag, 11. April 2026
Die Highlights aus der Sicht eines langjährigen Einwohners.
Veröffentlicht — 12. Apr., 4:13 AM (local) · 12. Apr., 9:13 AM (UTC)
Redakteur · Ein Rohstoffunternehmer, der seit 3 Jahren in Lima lebt
Lima
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Sicherheit vor dem Wahltag
Morgen, am 12. April 2026, finden die landesweiten Wahlen statt. Die Regierung hat den Einsatz von über 100.000 Polizei- und Militärkräften angeordnet, um die öffentliche Ordnung und den Schutz des Wahlmaterials zu garantieren. Die ONPE hat bereits das Material an über 2.200 Wahllokale in Lima und Callao ausgeliefert, während die ATU den Betrieb des Metropolitano bis 23:00 Uhr verlängert hat, um den Wählern die Anreise zu erleichtern.
Anmerkung der Redaktion
Die Stimmung in Lima ist spürbar angespannt, wie es vor jeder Wahl hier der Fall ist. Mein Rat: Erledigen Sie Ihre Erledigungen heute noch, morgen sollten Sie die Nähe zu größeren Menschenansammlungen oder den Wahllokalen meiden, wenn Sie nicht unbedingt dort sein müssen.
Unsicherheit bei Tía María
Das Megaprojekt Tía María steht erneut auf der Kippe, nachdem das Minenministerium die Betriebslizenz offiziell annulliert hat. Während die lokale Verwaltung in Islay dies feiert, warnt die Zentralbank BCRP eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen. Das Projekt könnte über 20 Jahre hinweg Exporte im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar generieren und ist für die nationale Rohstoffbilanz von entscheidender Bedeutung.
Anmerkung der Redaktion
Es ist frustrierend zu sehen, wie ein Projekt dieser Größenordnung zum politischen Spielball wird. Für uns Investoren bleibt es ein gefährliches Pflaster – die rechtliche Unsicherheit in Arequipa ist nach wie vor nicht kalkulierbar.
Gewalt in Trujillo und Piura
Die Sicherheitslage bleibt besorgniserregend. In Trujillo wurde ein Sprengsatz an einem Schulgitter direkt vor einer Polizeistation gezündet. Zeitgleich wurde in Piura eine junge Kinderärztin bei ihrer Rückkehr nach Hause auf offener Straße erschossen. Die Polizei hat in beiden Fällen Ermittlungen eingeleitet.
Anmerkung der Redaktion
Das ist leider die bittere Realität, die wir immer wieder sehen. In Piura oder Trujillo würde ich nach Einbruch der Dunkelheit derzeit extrem vorsichtig agieren und die Sicherheitsvorkehrungen in den Objekten verschärfen.
Handelskonflikt in der Andengemeinschaft
Die Spannungen zwischen Kolumbien und Ecuador eskalieren weiter. Kolumbien plant, die Zölle auf Importe aus Ecuador von 30 % auf 100 % anzuheben. Das Generalsekretariat der Andengemeinschaft (CAN) zeigt sich tief besorgt über diese protektionistischen Maßnahmen, die den gesamten regionalen Handel belasten könnten.
Anmerkung der Redaktion
Wenn Sie in Logistik oder Import/Export tätig sind, sollten Sie Ihre Lieferketten durch Kolumbien oder Ecuador genau prüfen. Da könnte in den nächsten Tagen ordentlich Sand ins Getriebe kommen.
Informelle Beschäftigung bei Migranten
Ein aktueller Bericht des INEI belegt, dass 88,6 % der in Peru lebenden Venezolaner in informellen Arbeitsverhältnissen tätig sind. Fast ein Viertel der Befragten gab zudem an, in den letzten 12 Monaten Diskriminierung erfahren zu haben.
Anmerkung der Redaktion
Das ist ein strukturelles Problem, das unser Land noch lange beschäftigen wird. Dass so viele Menschen ohne soziale Absicherung arbeiten, ist langfristig eine tickende Zeitbombe für den sozialen Frieden.
Referenzmedien: RPP NOTICIAS, Perú 21 News
